© 2001-2008 Wolfgang Baudisch
The internet is best medium to fulfil men's appetence for permanent sexual stimulation. New and always changing stimuli are provided by means of an unlimited and easily accessible amount of resources. The number of erotic pages increases relatively to not-erotic content as a consequence of growing demand. Economic success of the internet is based on the fact that it is the closest realization of the old mankind dream of paradise, it is in fact a virtual paradise. Only such innovations and contents are bringing top earnings, as the incredible financial success of YouTube® underlines. “If the medium is sexy, it will be a message”.
Sexuelle Reize unterliegen von Natur aus einer schnellen Abstumpfung. Ihre Wirkung ist am Anfang und wenn die Art des Reizes ungewöhnlich ist, am stärksten und klingt mit dem Andauern und der Gewöhnung an diesen Reiz unaufhaltsam ab. Dies bewirkt unter anderem, dass der Blick des Mannes ständig auf der Suche nach neuen und abwechslungsvollen Frauen und deren Antlitz sucht. Die Bestseller-Autorin Esther Vilar hat diesem Thema ihr Buch "Das polygame Geschlecht" gewidmet. Wären alle Frauen geklont oder gleich gekleidet, würden sie durch die Abstumpfung nach kurzer Zeit alle sexuelle Anziehungskraft auf Männer verlieren. Nur das reiche Angebot an Abwechslung im individuellen Aussehen und der Aufmachung, hält ihre Anziehung permanent aufrecht und ganze Wirtschaftszweige leiten ihre Existenz davon ab, dem äußeren Erscheinungsbild eine besonders individuelle Note zu verleihen.
Bei Videoclips von Songs wird versucht, durch Ab- und Einblenden von unterschiedlichen Einstellungen und Personen in Sekundenbruchteilen nicht nur die Illusion besonders lebhafter Bewegung, sondern auch eine Überflutung mit kurz dauernden Reizen zu erzielen, die allerdings in dieser übertriebenen Weise eher das Gegenteil der beabsichtigten Aufmerksamkeit bewirkt.
Die Seltenheit eines Reizes erhöht seine Wirkung. Der erotische Reiz z. B. von Leder ist auch in seiner relativ seltenen Verwendung für Kleidungsstücke begründet. Jede Art von Voyeurismus lebt davon, ausgesucht seltene, ja tabuisierte Einblicke zu erspähen. Auch die Fernsehreihe Big Brother konnte auf diese Weise am Anfang großes Interesse erwecken, verlor dieses aber mit zunehmender Gewöhnung, abgesehen von der Trivialität der Inhalte.
Sexuelle Reize wirken nur, wenn sie neuartig sind und verschwinden von selbst durch die Wiederholung. Die Sucht des Mannes, sich andauernd durch sexuelle Reize stimulieren zu lassen, kann deshalb in der Wirklichkeit gar nicht oder nur mit großem materiellen Aufwand befriedigt werden. Nur große Herrscher konnten sich dieses Bedürfnis in Form eines eigenen Harems oder mehrer Maitressen erfüllen. Diese Einschränkungen der Wirklichkeit können aber nun in der virtuellen Welt immer leichter und vollkommener überwunden werden.
Kein anderes Medium ist dafür so ideal geeignet wie das Internet. Das Angebot an Abwechslung ist so groß, dass ein ganzes Leben nicht ausreichen würde um alles zu sehen. Dabei ist auch für die abnormalsten Vorlieben und Perversitäten jede Menge an Stoff zu finden. Was sich in der Wirklichkeit nur mit viel Glück finden ließe, steht hier in Hülle und Fülle nach kurzer Suche da. Die Menge an erotischen Inhalten wächst exponentiell und nimmt nicht nur absolut, sondern auch in Relation zu anderen Inhalten auf Grund der Nachfrage ununterbrochen zu. Kaum eine normale Website kann vergleichbare Hits aufweisen, wie die Homepages von Top-Modells oder Schauspielerinnen.
Während andere Medien, wie Film, Literatur oder Musik ein relativ passives Reizerlebnis liefern, ermöglicht die aktive Suche im Internet auch die Befriedigung des Jagdinstinktes, noch dazu ohne jede damit verbundene Gefahr. Der Surfer bleibt anonym und unerkannt. Auch in interaktiven Bereichen, den Chatrooms, kann er sich hinter einem anonymen Avatar verstecken. Er kann aber selbst gestaltend und auswählend eingreifen und ist nicht nur wie in der Wirklichkeit dem Zufall ausgeliefert.
Das Internet wird also zu einer erotischen Spielwiese, in der die geheimsten und tiefsten Bedürfnisse des Mannes immer fast kostenlos und immer idealer erfüllt werden. Der IT Technik ist es gelungen, den uralten Traum vom Paradies fast perfekt zur virtuellen Wirklichkeit werden zu lassen. Dies erklärt auch den wirtschaftlichen Aufstieg der Informations-Branche. Das gesamte dort investierte und verdiente Geld dient also zuletzt nur in erster Linie der Erfüllung des Paradies-Traumes.
In allerletzter Zeit ist eine Technik dazugekommen, die das bereits gesagte vortrefflich illustriert: das Flash-Video und seine heute schon fast exklusive Verbreitung durch den neuen Monopolisten YouTube®, der wiederum zum etwas älteren Monopolisten Google® gehört. Dies wurde erst durch die Verbreitung des ADSL und sehr hoher Bandbreiten ermöglicht, zusammen mit einer cleveren Marktidee von drei Studenten und PayPal-Angestellten (Chad Hurley, Jawed Karim und Steve Chen). Bei YouTube® ist es so, dass man fast nicht mehr nach Inhalten suchen muss: wenn man einen Clip ansieht, werden bereits vollautomatisch 10 oder mehr verwandte Clips präsentiert, alle Achtung! Hier drängt sich ein zwingender Vergleich auf: im Schlaraffenland braucht man nur einzutreten und schon fliegen einem die gebratenen Tauben und Würste ganz von selbst in den Mund. Eine schönere virtuelle Realisierung des Schlaraffenlandes kann man sich gar nicht mehr vorstellen.
Wenn man dies alles voraussetzt, kann man auch den Erfolg eines neuen Projektes oder einer Erfindung abschätzen: je mehr dieses Vorhaben erotischen Inhalten dient, um so günstiger sind die Erfolgsaussichten. Bei "technischem Spielzeug", wird der wirtschaftliche Erfolg auf breiter Ebene aber ausbleiben, auch wenn es sich um noch so brillante Technologien und Erfindungen handelt. Gerade die enorme Summe, für die Google® die Rechte an YouTube® erworben hat, unterstreicht diese These ganz hervorragend (die oben erwähnten Studenten wurden innerhalb von 6 Monaten Milliardäre).
Der Sex ist im Verhältnis zu seinem „wahren“ Wert wohl das am höchsten über bezahlte Produkt auf der Welt. Während die Internet Nutzer nur ein virtuelles Paradies erleben, können die Anbieter, wenn sie Glück und neue Ideen haben, ein sehr reales Paradies für sich und ihre Mitarbeiter schaffen. Der Wandel der Zeitdauer für den Aufstieg vom Studenten zum Milliardär (ja, ich sage bewußt Milliardär und nicht nur Millionär) ist frappierend: Bill Gates, ein gnadenloser Monopolist, der jeden Konkurrenten massakriert hat, brauchte noch 40 Jahre, allerdings nicht mit Internet, sondern mit ganz "normaler" PC Software und seiner Vision vom Computer im Wohnzimmer oder in der Küche (!) jeden Hauses, dem sogenannten "Personal Computer", die Google® Gründer Sergey Brin and Larry Page immerhin einige Jahre, während die Leute von YouTube®, die Schüler und PayPal-Angestellten Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim, es in weniger als einem Jahr geschafft haben. Wenn die Entwicklung in diesem Ausmaß weitergeht, wird der nächste vielleicht nur noch eine Woche vom Volksschüler zum Milliardär brauchen, falls es ihm gelingt, "eine neue Sau durch das virtuelle Dorf zu treiben." - Schöne, neue Cyberwelt!
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-Disclaimer - Mit
Urteil vom 12. Mai 1998, "Haftung für Links- 312 O
85/98" -hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man
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